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Webdesign für Coaches: Warum deine Website nach dir klingen muss

Bei Coaches ist die Person das Angebot. Wie eine Coaching-Website mit deiner Sprache und echten Fotos zu Anfragen führt, mit Beispielen aus meinen Projekten.

Veröffentlicht Aktualisiert 6 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze
  • Bei einem Coaching gibt es vor dem ersten Termin nichts zu sehen außer dir. Deine Website muss zeigen, wer du bist.
  • Texte in deiner eigenen Sprache und echte Fotos wirken stärker als glatte Formulierungen.
  • Mehrere Angebote brauchen je eine eigene Seite. Der rote Faden bist du.
  • Der nächste Schritt auf der Website ist ein Kennenlernen, kein langes Formular.

Eine Klientin hat Clara Netter von Clarisma Coaching nach dem Start ihrer neuen Website geschrieben: „Wow, deine Website sah so toll aus, da musste ich mich einfach bei dir melden.“

Für diesen Satz baue ich Coaching-Websites. Nicht, weil die Seite hübsch ist. Sondern weil jemand, der dich noch nie getroffen hat, nach ein paar Minuten das Gefühl hat: Bei ihr bin ich richtig.

Warum ist eine Coaching-Website so persönlich?

Bei einem Schreiner siehst du den Schrank, bevor du ihn bestellst. Bei einem Coaching gibt es vor dem ersten Termin nichts zu sehen außer dir.

Wer ein Coaching sucht, will vor allem wissen, ob er sich bei dieser Person öffnen kann. Diese Frage beantwortet deine Website, lange bevor ihr miteinander sprecht. Meistens sagt sie dazu zu wenig.

Bei Coaches ist die Person das Angebot.

Methoden und Zertifikate sind wichtig. Entscheiden tun Klienten trotzdem nach Gefühl. Deshalb muss deine Website nach dir klingen und dich zeigen. Ein Coaching von der Stange bucht niemand gern.

Wie klingt meine Website nach mir und nicht nach allen anderen?

Lies dir zehn Coaching-Websites hintereinander durch. Viele klingen so ähnlich, dass man die Namen austauschen könnte. Seit KI-Texte überall sind, werden es mehr. Ich nenne das KI-Slop, also austauschbare Massenware aus der KI.

Der Unterschied liegt selten im Design. Er liegt in deinen Sätzen.

Erst zuhören, dann schreiben.

Im ersten Gespräch will ich wissen, warum du machst, was du machst. Einen Fragebogen gibt es dafür nicht. Ich frage nach und höre zu.

Danach sprechen wir ausführlich über dein Coaching und die Geschichten dahinter. Ich halte deine Sätze wörtlich fest und baue die Texte daraus. Bevor die Seite online geht, liest du die Texte noch einmal und sagst mir, wenn etwas nicht nach dir klingt.

Für wen du da bist, steht ganz oben.

Der erste Satz auf deiner Startseite sollte sagen, wem du hilfst und wobei. „Coaching für Führungskräfte, die nach der Beförderung plötzlich allein dastehen“ sagt mehr als „Coaching für mehr Klarheit“. Wer sich darin erkennt, liest weiter. Wer nicht, ist vermutlich auch nicht dein Klient.

Brauche ich als Coach echte Fotos?

Ja. Ein Stockfoto mit lächelnden Menschen am Laptop sagt nur, dass hier noch niemand ist. Klienten wollen sehen, wem sie gegenübersitzen werden.

Ich empfehle dafür einen Fotografen. Auf den Websites, die ich baue, sind Menschen echte Menschen. KI-Bilder setze ich höchstens für Grafiken ein und kennzeichne sie dann sichtbar.

Ein gutes Bild zeigt dich so, wie Klienten dich im Termin erleben. Wenn du im Coaching Jeans trägst, gehört kein Anzug auf die Startseite.

Was mache ich mit mehreren Angeboten?

Viele Coaches bieten Einzelcoaching an und dazu Workshops für Teams. Manche haben sogar zwei Firmen. Dann wird eine Website schnell unübersichtlich.

Nina Sunshine arbeitet im Bereich Mode und Living, hatte aber genau dieses Problem. Drei Firmen sollten auf eine einzige Website. In ihrer Google-Bewertung schreibt sie: „Jedes Unternehmen behält seinen ganz eigenen, individuellen Charakter, und dennoch zieht sich ein harmonischer roter Faden durch das gesamte Design.“

Für Coaches heißt das, dass jedes Angebot eine eigene Seite bekommt, die eine Frage beantwortet. Der rote Faden bist du.

Wie wird aus einem Besuch eine Anfrage?

Ein Coaching beginnt fast immer mit einem Kennenlernen. Genau das sollte auf deiner Website der nächste Schritt sein, nicht ein Formular mit zehn Pflichtfeldern.

  • Ein klarer Button auf jeder Seite, zum Beispiel „Kennenlerngespräch vereinbaren“.
  • Ein kurzes Formular. Eine Telefonnummer als Pflichtfeld schreckt mehr ab, als sie hilft.
  • Wenn du viele Termine vergibst, ein Buchungstool, in dem sich Klienten selbst einen Termin aussuchen.

Die Klientin von Clarisma schreibt, sie „musste“ sich einfach melden. Dann muss der Weg dahin auch kurz sein.

Wie finden mich Klienten bei Google und in ChatGPT?

Manche Klienten fragen heute statt Google gleich ChatGPT, welcher Coach in ihrer Stadt zu ihrem Thema passt. Auch hier muss dich erst Google finden, dann kann die KI dich empfehlen.

GEO bedeutet, die Website so aufzubauen, dass eine KI sie als Quelle versteht und zitieren kann. Wie das zusammenhängt, steht auf Erst Google, dann KI.

Ob die KI dich heute schon nennt, prüfst du in 30 Sekunden mit dem GEO-Selbsttest. Versprechen, dass sie es tut, kann dir niemand. Was steigen kann, sind deine Chancen.

Was kostet eine Coaching-Website bei mir?

Wenn du ein einzelnes, klares Angebot hast, reicht oft eine Landingpage ab 1.990 €. Mit mehreren Angeboten und eigenen Unterseiten passt die Website ab 2.990 €, mit Texten inklusive. Brauchst du dazu ein Buchungstool, ist es bei der umfangreichen Website ab 4.490 € dabei. Alle Preise zzgl. USt., den Festpreis bekommst du nach dem Erstgespräch.

Eine erste Größenordnung für dein Projekt gibt dir der Kalkulator. Alle Leistungen stehen auf Website erstellen.

Was kannst du heute selbst tun?

  • Lies den ersten Absatz deiner Startseite laut vor. Würdest du so mit einer Klientin sprechen? Wenn nicht, schreib ihn so, wie du es sagen würdest.
  • Zähl die Stockfotos auf deiner Website. Jedes davon ist eine Stelle, an der Klienten dich nicht sehen.
  • Mach den GEO-Selbsttest mit einer Frage, die deine Klienten stellen würden.

Auf meiner Projekteseite steht neben Clarisma auch die Website für Melissa Antczak Coaching. Dazu kommt die freie Trau- und Trauerrednerin Anna Fasciani, bei der die Person genauso das Angebot ist.

Wenn du wissen willst, wie deine Website auf neue Klienten wirkt, lass uns reden. Das Erstgespräch dauert 30 Minuten. Lohnt sich für dich gerade nichts, sage ich dir das auch.

Häufig gestellte Fragen

Reicht als Coach nicht ein Instagram-Profil?

Für Sichtbarkeit im Alltag ist Instagram gut. Deine Website gehört aber dir, ein Profil nicht. Und wer dich bei Google oder ChatGPT sucht, landet eher auf einer Website als in deinem Feed.

Wie lange dauert eine Coaching-Website?

Meist vier bis acht Wochen. Das hängt vom Umfang ab und davon, wie schnell du Texte und Entwürfe freigibst. Den Zeitplan bekommst du mit dem Angebot.

Kann ich die Website später selbst ändern?

Ja. Welches System das wird, entscheiden wir danach, wer bei dir pflegt und wie oft. Eine Website, die nur ich ändern kann, ist für dein Coaching kein Vorteil, sondern eine Abhängigkeit.

Vanessa Völkl
Webdesignerin aus FürthÜber mich →

Master in Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Digital Business, fünf Jahre BI-Beratung und Webentwicklung, seit 2025 selbstständig. Baut Websites mit Persönlichkeit für Handwerk, Praxen und B2B und schreibt hier auf, was dabei funktioniert und was nicht.